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Potsdam. Elf Tage im Oktober zieht die Gesundheitswirtschaft der Hauptstadtregion alle Aufmerksamkeit auf sich. Die „Health Week 2017“ – Gesundheitswoche Berlin-Brandenburg bietet vom 8. bis zum 18. Oktober Experten der Branche eine Plattform, um aktuelle Herausforderungen und Innovationen zu diskutieren. Zugleich ist die Gesundheitswoche aber auch dazu da, die Stärken dieses Wirtschaftszweigs einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

„Wir wollen der Bevölkerung zeigen, wie stark die Gesundheitswirtschaft in der Region Berlin und Brandenburg vertreten ist und welchen Stellenwert sie einnimmt“, erklärt Florian Schlehofer, stellvertretender Manager des Clusters Gesundheitswirtschaft von der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB). Gesundheit sei mehr als das Krankenhaus einer Region. Neben 130 Kliniken gehören in der Hauptstadtregion auch mehr als 500 Unternehmen aus Biotechnologie, Pharma und Medizintechnik sowie 35 große Forschungseinrichtungen und Hochschulen zur Gesundheitswirtschaft. Mit speziellen Veranstaltungen sollen Studenten auf die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen, die hoch spannende Gebiete bearbeiten, aufmerksam gemacht werden.

Zur Health Week 2017 gehören zudem nationale und internationale Fachveranstaltungen zu Trends in der Gesundheitsbranche. Die Bandbreite der Kongresse und Foren reicht vom Betrieblichen Gesundheitsmanagement über Bioinformatik in den Lebenswissenschaften bis hin zu neuen Entwicklungen in der minimal-invasiven Medizin. All diesen Themen gemeinsam sind die Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Entwicklung und Anwendung über die unterschiedlichsten Disziplinen hinweg. Einer der Höhepunkte der Gesundheitswoche ist der World Health Summit (WHS), der vom 15. bis zum 17. Oktober in Berlin stattfinden wird. Diese interdisziplinäre Veranstaltung ist eines der prominentesten Foren der Welt für globale Gesundheitsfragen. Erwartet werden mehr als 1500 internationale Vertreter von Wissenschaft, Politik, Industrie und Zivilgesellschaft. Zu den Themen, die hier diskutiert werden sollen, gehören unter anderem die Erforschung und Entwicklung von Impfstoffen, die Bedeutung von Big Data im Gesundheitsmanagement und die Entwicklung von medizinischen Innovationen mit afrikanischen Partnern. Einen Überblick über die Veranstaltungen zur Gesundheitswoche und auch die Möglichkeit zur Anmeldung gibt die Website www.health-week.de.

Die zentrale Vermarktung der Health Week liegt in den Händen der Wirtschaftsförderung Brandenburg und der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie. Die Wirtschaftsfördergesellschaften der beiden Länder verantworten auch das Management des Clusters Gesundheitswirtschaft, das Akteure von Wissenschaft und Wirtschaft dieser Branche zusammenbringt.

Die Gesundheitswoche erlebte ihre erste Auflage im Jahr 2013. Damals sei es ein Experiment gewesen, von dem niemand gewusst habe, wie es funktionieren werde, so Schlehofer von der WFBB. Jetzt – zur fünften Veranstaltung dieser Art – sei die Health Week in der Szene etabliert. so

Info

www.health-week.de

Haelth Week

IN KÜRZE

Forschungs-Truck hält in Hennigsdorf

Hennigsdorf. Drei Tage lang ermöglicht BIO-Technikum – die mobile Erlebniswelt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung – in Hennigsdorf (Oberhavel) einen faszinierenden Einblick in die Biotechnologie. Vom 11. bis zum 13. Oktober macht er Station auf dem Postplatz am S-Bahnhof Hennigsdorf. Am Vormittag können Schulklassen durch altersgerechte und spannende Experimente erfahren, welchen Stellenwert die Biotechnologie in unserem Leben hat. Nachmittags kann sich die breite Öffentlichkeit ein Bild von dieser Wissenschaft machen. Der Truck ist dann von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Biotechunternehmen hautnah erleben

Hennigsdorf. Mit einem Tag der offenen Tür stellt sich Hennigsdorf (Oberhavel) am 12. Oktober als Standort der Biotechnologie und Life Sciences vor. Unternehmen wie Brahms GmbH (Thermo Fisher Scientific), Oak Labs, UGA Biopharma und in-vent Diagnostica zeigen Besuchern ihre Arbeit. In einer Recruiting-Börse informieren die Firmen über Jobs und Praktika sowie Angebote für Abschlussarbeiten. Um 13.30 Uhr geht es los. Info Anmeldung unter

www.health-week.de/kalender

Prominent besetzte Jahrestagung

Clusterkonferenz am 9. Oktober in Potsdam

Potsdam. Bis zu 200 Teilnehmer aus Brandenburg und Berlin werden auf der Clusterkonferenz Gesundheitswirtschaft erwartet. Diese Konferenz, die am 9. Oktober in Potsdam stattfindet, ist das Jahrestreffen der Branche, auf dem Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft, Medizin und Politik zusammenkommen. Darunter sind auch die Berliner Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ramona Pop (Grüne), sowie Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD).

Unter dem Leitthema „Herausforderungen begegnen – Perspektivenwechsel durch cross innovation“ werden den Teilnehmern vier Foren zur Auswahl angeboten. Sie widmen sich folgenden Themen: Virtuell & Digital, Materialien & Mechanik, Logistik & Mobilität, Arbeit 4.0 & soziale Innovationen. Zu den Referenten gehören unter anderem Renate Radon von der Geschäftsführung Microsoft Deutschland, Erwin Keeve von der Charité-Universitätsmedizin Berlin, Bernd Wölfel von der Deutschen Bahn und Janine Wedel von Pfizer Deutschland. Die Teilnahme ist kostenlos.

Info
Clusterkonferenz Gesundheitswirtschaft Berlin Brandenburg am 9. Oktober, 14.30 bis 21 Uhr, in der ILB (Konferenzebene), Babelsberger Straße 21, 14473 Potsdam

www.healthcapital.de/termine

NACHGEFRAGT

„Ideen aus anderen Branchen nutzbar machen“

Florian Schlehofer, stellvertretender Clustermanager Gesundheitswirtschaft
Florian Schlehofer, stellvertretender Clustermanager Gesundheitswirtschaft
Auf der diesjährigen Clusterkonferenz geht es um „cross innovation“. Was verbirgt sich dahinter?

Dieses Schlagwort steht dafür, dass man sich nicht mehr nur in der eigenen Branche bewegt, sondern auch über den Tellerrand schaut. Auf der Clusterkonferenz geht es darum, Ideen aus anderen Branchen für die Gesundheitswirtschaft nutzbar zu machen.

Zum Beispiel?

Microsoft wird auf der Konferenz seine Cloud-Lösungen vorstellen. Wir schauen, ob sich das auf die Gesundheitswirtschaft übertragen lässt. Die Produktionsleiterin der Bundesdruckerei wird über die Digitalisierung der Produktion berichten. Das könnte auch ein Input für Produktionsprozesse in Pharma- oder Medizintechnikunternehmen sein. Wir suchen interessante Ansätze, die unseren Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Wann ist die Konferenz für Sie ein Erfolg?

Wenn wir möglichst viele Menschen erreichen, interessante Diskussionen haben und die Teilnehmer auch noch nach der Veranstaltung bleiben, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Erfolg heißt, wenn ich Leute an einem Tisch ins Gespräch vertieft sehe, die ich vorher noch nie zusammen gesehen habe. Interview: Ute Sommer
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