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Mittlerweile ist auch der Höhepunkt des sogenannten fünften Quartals der diesjährigen Ausbildungssaison über die Bühne gegangen. Allein die Zahlen dieser Nachvermittlungsaktion, bei der noch oder wieder ohne Ausbildungsplatz dastehende Schulabgänger mit einer Lehrstelle zum Zuge kommen konnten, spiegeln die derzeitige Situation wider. 132 von Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammer eingeladenen Interessenten in Westbrandenburg konnten 739 Angebote offener Ausbildungsplätze gemacht werden.

Ein zunehmender künftiger Fachkräftemangel lässt also grüßen. Vor allem ohne Bewerber gebliebene oder mittlerweile wieder offene Lehrstellen in Logistik, Hotellerie und Gastronomie, für Elektroniker, Friseure, Anlagenmechaniker, und Kraftfahrzeugmechatroniker seien in den jeweiligen Arbeitsagenturbezirken offeriert worden, sagt der Bildungsleiter bei der Potsdamer IHK, Wolfgang Spieß. Aber auch in vielen anderen Sparten habe es noch offene Ausbildungsplätze gegeben. Neben den Kammern hatten die Arbeitsagenturen zur Nachvermittlung gebeten.

350 bisher unversorgte Bewerber oder junge Menschen, die eine begonnene Ausbildung wieder abgebrochen hatten, waren eingeladen. Neben Potsdam mit 86 Nachvermittlungskandidaten war der Arbeitsagenturbezirk Zossen (Teltow-Fläming) mit 92 Eingeladenen ein Fokus. In Bandenburg/Havel waren es 65, in Oranienburg (Oberhavel) 45, in Nauen (Havelland) 39 und in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) 23.

Insgesamt wurden im Bezirk der Potsdamer IHK im laufenden Jahr in Industrie, Handel und Dienstleistung 2655 abgeschlossene Ausbildungsverträge verzeichnet, 44 mehr als noch 2016. Auch das Handwerk meldet Probleme in Bezug auf den zunehmenden Fachkräftemangel. Allein in diesem Ausbildungsjahr wurden demnach in Westbrandenburg 380 Ausbildungsplätze nicht besetzt. Dennoch konnten mit 1285 sechs Prozent mehr Verträge abgeschlossen werden als im vergangenen Jahr.


Handel will Begleitung im Netz

Schulungsbedarf bei Social Media

Den höchsten Weiterbildungsbedarf zur Digitalisierung sehen brandenburgische Händler in den Bereichen Kommunikation über Social Media (43 Prozent), IT-Sicherheit und Datenschutz (37 Prozent). Das zeigt eine Studie zum deutschen Einzelhandel 2017, die in Kooperation mit den Industrie- und Handelskammern( IHK) entstanden ist.

Die Brandenburger Kammern sehen sich dadurch in ihrem Weg bestätigt, gezielte Beratungs- und Schulungsangebote für die Händler anzubieten. Dafür wird aber eine Integration in öffentliche Förderprogramme zur Begleitung der Digitalisierung gefordert. Derzeit gibt es entsprechende Angebote vorwiegend in den Bildungszentren der Kammern. Besondere Nachfrage wird beim Thema Online-Handel verzeichnet.

Die Studie bestätigt, dass im Handel die stationären und Online-Verkaufswege zunehmend verschmelzen. Deutschlandweit sind 35 Prozent der Händler sowohl online als auch offline unterwegs. 54 Prozent betreiben nur stationäre Ladengeschäfte.

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