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Von Natalie Preißler 

Ohne Salz können Menschen nicht überleben. Es ist alltägliches Lebensmittel und medizinisches Naturprodukt zugleich. Salz wird heute zum Beispiel gern für die Behandlung von Atemwegs- und Hauterkrankungen oder auch Allergien als natürliche Gesundheitsquelle genutzt.

Um die heilende Wirkung des Salzes wussten die Menschen bereits vor Jahrhunderten. Schon frühste Zivilisationen waren sich der Wichtigkeit des Salzes bewusst. Es wurde gewonnen, um zum Beispiel Lebensmittel zu konservieren, und gehörte zur täglichen Ernährung dazu. Mit dem Handel des „weißen Goldes“ brachten es Menschen in der Antike zu Wohlstand und Reichtum. Denn: Salz war begehrt und nicht überall verfügbar. Es entstanden Salzstraßen, auf denen der kostbare Rohstoff in salzarme Regionen gelangte. Ein deutsches Beispiel ist die Alte Salzstraße von Lüneburg nach Lübeck mit 127 Kilometern Länge.

Himalayasalz ist ein rosagetöntes Steinsalz, dem eine besonders gesunde Wirkung zugesprochen wird. FOTO: PIXABAY/POMPI
Himalayasalz ist ein rosagetöntes Steinsalz, dem eine besonders gesunde Wirkung zugesprochen wird. 
FOTO: PIXABAY/POMPI

Mit der täglichen Ernährung sollten Erwachsene laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund fünf Gramm Salz aufnehmen. Damit ist es auch der am häufigsten konsumierte Mineralstoff des menschlichen Körpers. Und es ist das einzige Kristall, das sich im Wasser auflöst. Dabei entsteht Sole, welche für Inhalationen empfohlen wird. Verdunstet das Wasser, bleibt das Salz in kristalliner Form zurück. Daher ist das „weiße Gold“ durch seine Wandlungsfähigkeit der Aggregatzustände vielseitig einsetzbar.

Doch: Salz ist nicht gleich Salz. Das in der Küche verwendete Salz ist genau genommen ein chemisches Produkt. Es besteht aus Natrium und Chlorid, teilweise wird noch Jod oder Flourid zugesetzt. Ganz anders das natürliche Salz. Darin finden sich nahezu alle Elemente des Periodensystems wieder. Es sind die Bestandteile, die einst bei der Entstehung allen Lebens in den Urmeeren gelöst wurden.

Salzgrotten: Ein Tag am Meer in Brandenburg

Der Großteil des produzierten Salzes wird heute industriell genutzt. Nur rund sechs Prozent landen in der Lebensmittelindustrie zur Konservierung oder als Streusalz für den täglichen Bedarf. Das Mineral kommt aber nicht nur in den Meeren, sondern auch in Gesteinsformen vor.

Bezogen auf den gesundheitlichen Aspekt, kann man in der Region zum Beispiel Salzgrotten besuchen. Hier halten sich die Besucher in Sitzungen einer bestimmten Länge in Räumen auf, die komplett aus Salz bestehen. Eine gewisse Temperatur lässt die Salzkristalle ihre Wirkung entfalten. Währenddessen erholen sich die Besucher. Hier wird Salz aus dem Toten Meer oder Himalaya-Salz genutzt.

Besonders schnell lässt sich der positive Effekt auf die Atemwege feststellen. Die saubere und salzhaltige Luft wirkt schleimlösend und ähnelt in ihrer heilenden Wirkung einem Aufenthalt in einem Seebad an Ost- oder Nordsee.

Die Vielfalt an Therapien, die im Zusammenhang mit Salz stehen, ist schier unerschöpflich. Ob Massagen, Musik oder Entspannungssport, hier kann die natürliche Kraft des Salzes auf den Körper zusätzlich mit einem seelischen Wohlgefühl einhergehen.

Salzbestandteile und ihre Wirkung

Jod: Wachstum, Knochenbildung, Energiestoffwechsel

Kalzium: Knochenbildung, Zahnwachstum, Blutgerinnung

Kalium: Muskel- und Nervenfunktion

Eisen: Sauerstofftransport, Zellbildung, Stoffwechsel

Selen: stärkt das Immunsystem
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