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Von Gerald Dietz  

Brandenburg/Havel. Ein wenig erwartet die Besucher sogar eine regelrechte Expedition. Im Foyer des Gesundheitszentrums am Hauptbahnhof in Brandenburg/Havel können Gäste des für den kommenden Mittwoch geplanten „Gesundheitstag Neuromedizin“ unter anderem ein zwei Meter hohes und mehr als drei Meter langes begehbares Gehirn erkunden.

Doch das Modell des menschlichen Schalt- und Steuerorgans bleibt nicht die einzige Attraktion der Veranstaltung unter dem Motto „Hirn und Nerven – wie bleibe ich gesund“ im Rahmen der Gesundheitswoche Berlin-Brandenburg „Health Week“. Interessierte können ihr Gedächtnis testen, Ultraschalluntersuchungen der Halsgefäße oder elektrische Messungen der Nervenfunktionen erleben, Blutzucker- und Blutdruckmessungen durchführen lassen sowie sich gemeinsam mit der Familie an einem Geschicklichkeitsparcour versuchen.

Organisiert wird der Tag zwar vom Asklepios Fachklinikum Brandenburg, „versammelt sind aber alle, die sich in der Stadt in der Neuromedizin bewegen“, sagt der Koordinator Stephan Schreiber, Chef der Klinik für Neurologie im Asklepios-Komplex. So sind neben dem als akademisches Lehrkrankenhaus der Berliner Charité firmierenden Asklepios-Zentrum, die Neurochirurgie und Pädiatrie des Städtischen Klinikum Brandenburg, niedergelassene Neurologen, die Apotheke im Gesundheitszentrum, ambulante Pflegestationen, der Verein Gemeindenahe Psychiatrie Brandenburg, die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft und auch die Selbsthilfegruppe Parkinson beteiligt.

Die Stadt Brandenburg ist noch zu wenig bekannt für ihre Neuromedizin.

Stephan Schreiber
Klinik für Neurologie im Asklepios-Klinikum

Organisiert wird der Tag zwar vom Asklepios Fachklinikum Brandenburg, „versammelt sind aber alle, die sich in der Stadt in der Neuromedizin bewegen“, sagt der Koordinator Stephan Schreiber, Chef der Klinik für Neurologie im Asklepios-Komplex. So sind neben dem als akademisches Lehrkrankenhaus der Berliner Charité firmierenden Asklepios-Zentrum, die Neurochirurgie und Pädiatrie des Städtischen Klinikum Brandenburg, niedergelassene Neurologen, die Apotheke im Gesundheitszentrum, ambulante Pflegestationen, der Verein Gemeindenahe Psychiatrie Brandenburg, die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft und auch die Selbsthilfegruppe Parkinson beteiligt.

Die Idee für den Gesundheitstag geht auf Schreiber selbst zurück, der nach zwei Jahrzehnten an der Berliner Charité, zuletzt als Professor der medizinischen Fakultät dort, nach Brandenburg kam. „Die Stadt Brandenburg ist noch zu wenig bekannt für ihre Neuromedizin, dabei aber sehr gut aufgestellt“, sagt der renommierte Neurologe. In der Tat ist vielen die Havelstadt diesbezüglich wohl vor allem für den Strafvollzug in der Forensischen Klinik für Psychiatrie geläufig. Die neuromedizinischen Kompetenzfelder etwa in der Intensivmedizin, der Neurochirurgie, der Kinderpsychiatrie oder in der Psychosomatik und Psychotherapie sind dagegen wenig im Bewusstsein. Allein das Asklepios-Fachklinikum ist das größte psychiatrisch-neurologische Krankenhaus im ganzen Land Brandenburg. Neben den zahlreichen Vorträgen von Fachleuten der einzelnen Einrichtungen und der Vorstellung ihrer Tätigkeitsfelder wird es vor allem um das „Sehen, Wahrnehmen und Anfassen“ durch die Gäste gehen, schildert Schreiber.

Eines der zentralen Themen der mit im Fokus stehenden Prävention wird etwa die Schlaganfall-Problematik sein. Mit rund 260 000 Fällen jährlich in Deutschland zählt der Schlaganfall zu den am weitesten verbreiteten Erkrankungen, ist der vorherrschende Grund bleibender Behinderungen und die dritthäufigste Todesursache nach Herzkreislauf-Leiden und Krebs. „Vor dem Hintergrund der Demografie werden die Fallzahlen noch weiter wachsen“, so Schreiber. Bei der Aktion „Mit Köpfchen gegen Schlaganfall“ wird es um die größten Risikofaktoren wie Blutdruck, -zucker und fettwerte und den eigenen Umgang damit gehen. Aber auch zu anderen Themen, wie etwa Rückenschmerzen, erläutert am Funktionsmodell der Wirbelsäule durch die Spezialisten der Neurochirurgie des Städtischen Klinikums, kann man sich umfänglich informieren.

Schreiber war nach dem Wechsel nach Brandenburg selbst erstaunt über die Vielfalt neuromedizinischer Kompetenzen in der Havelstadt. Die Health Week sei ein wunderbarer Rahmen dies einmal der Öffentlichkeit vorzustellen. Auf das Engagement seiner Kollegen kann der Chefarzt und Leiter der Neurologie dabei unbedingt zählen. Für die Expeditionen durch das Gehirn im Gesundheitszentrum gibt es einen regelrechten Dienstplan für Neurologen und Neurochirurgen, die den Gästen als kundige Experten vor Ort zur Verfügung stehen.

Info
Gesundheitstag Neuromedizin in Brandenburg/Havel, Mittwoch 11. Oktober, Gesundheitszentrum am Hauptbahnhof

www.health-week.de

Neue Chancen im Alter

Den Titel „Hilfe ich werde alt - Chancen aus der Pflegereform“ trägt die 7. Woche der Gesundheit und Pflege vom 16. bis zum 20. Oktober im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Von Vorträgen und Beratungen über Präsentationen, Lesungen, Tagen der offenen Tür bis hin zu Kinoabenden reicht das Programm der Aktionswoche zwischen Lausitzer Seenland und Spreewald. Das Angebot richtet sich an Jung und Alt und verspricht Abwechslung und Unterhaltung.

So lädt etwa das Gefäßzentrum Niederlausitz zum sechsten Gefäßtag am 18. Oktober in die Sparkasse Senftenberg ein. Der Tag steht ganz im Zeichen des Herzens – in der Verbindung mit den Gefäßen und den entsprechenden Möglichkeiten der Vorsorge, Behandlung und Therapie. Der Fokus richtet sich dabei vor allem auf die Prävention. Natürlich gibt es auch jede Menge Medizintechnik zum Anfassen und Ausprobieren für die Besucher.

Recruiting zum Tag der offenen Tür

Biotechnologie-Unternehmen wollen in Hennigsdorf Fachkräfte werben

Hennigsdorf. Ganz im Zeichen der Fachkräfte-Gewinnung steht der „Tag der offenen Tür“ im Innovationsforum Hennigsdorf (Oberhavel) am Donnerstag kommender Woche. Die zum dritten Mal im Rahmen der Health Week organisierte, dem großen Biotechnologie-Standort gewidmete Veranstaltung wird gleichzeitig eine Recruiting-Börse für die Branchen-Unternehmen der Region sein. Auf Pin-Wänden sollen jede Menge Angebote für Jobs, Praktikumsplätze und Abschlussarbeiten angeschlagen sein.

Schließlich ist die Region südliches Oberhavel mit mehr als 60 Unternehmen und rund 850 Jobs in der Sparte einer der führenden Biotechnologie-Standorte in Brandenburg. Der Tag der offenen Tür hat sich zudem als großer Anziehungspunkt für Studierende und Forscher der Hochschulen sowohl in Brandenburg als auch Berlin erwiesen. Neben dem Werben verstehen die teilnehmenden Unternehmen den Termin aber natürlich auch als Chance sich und ihre Entwicklungen einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen. Sechs Firmen werden sich im Innovationsforum präsentieren, vier laden zu Führungen durch ihre Labore ein. Ein Schwerpunkt werde die Diagnostik bilden, sagt Pia Jost von der Wirtschaftsförderung in Hennigsdorf.

Zum Tag der offenen Tür wird auch das Biotechnikum des Bundesforschungsministeriums in Hennigsdorf Halt machen. Vom 11. bis zum 13. Oktober soll sich die mobile Erlebniswelt im Truck vor allem Schülern aus der Region widmen. Sechs Schulklassen werden je nach Alter entweder schlicht „Käse machen“ oder aber sich mittels der Erbinformationen der DNA der Verbrechensaufklärung annehmen, kündigt Jost an. gd

Health Week
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