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Salmonellen kennt fast jeder, aber Campylobacter? Dabei ist das Bakterium der inzwischen häufigste Erreger von Darminfektionen. Aber nur 22 Prozent der vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im Rahmen einer Untersuchung zum Verbrauchermonitor befragten Menschen kannten den Keim. Um Salmonellen wissen indes 95 Prozent.

Campylobacter sind Bakterien aus dem Darm von Tieren, die in Lebensmitteln wie Rohmilch, Geflügel, Hackfleisch und Mettwurst enthalten sein können. Als Hauptinfektionsquelle gilt zu wenig erhitztes Geflügelfleisch. Die Keime geraten aber auch oft über unzureichend gereinigte Messer etwa von rohem Fleisch in den Salat. Auch unzureichende Kühlung spielt eine Rolle. Beim Menschen kann kontaminierte Nahrung Durchfall und Erbrechen auslösen. Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin weist für 2016 knapp 13 000 Salmonellen-Infektionen aus, aber gut 74 000 Campylobacter-Infektionen.

Der regelmäßig erstellte BfR-Verbrauchermonitor soll die öffentliche Wahrnehmung hinsichtlich der Themen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes abbilden, zum anderen als Indikator von Fehleinschätzungen dienen.

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Auch die aktuelle Ausgabe zeigt, dass Verbraucher oftmals Risiken unterschätzen, die aus Sicht der Risikobewertung dagegen als gesundheitsrelevant eingestuft werden. Nach wie vor gehen die Verbraucher demnach aber insgesamt davon aus, dass Lebensmittel in Deutschland sicher sind. Trotz aller Meldungen etwa über Eier, die mit Desinfektionsmitteln vergiftet wurden, oder über Gammelfleisch.

Klima- und Umweltbelastung, ungesunde oder falsche Ernährung sowie Rauchen und Alkohol werden demgegenüber als die größten gesundheitlichen Risiken wahrgenommen.

Der BfR-Verbrauchermonitor ist ein wichtiges Instrument des gesundheitlichen Verbraucherschutzes. Er liefert als repräsentative Verbraucherbefragung in halbjährlichem Abstand Einsichten zu der Frage, wie die Bevölkerung in Deutschland gesundheitliche Risiken wahrnimmt. Dafür werden etwa 1000 Personen, die in Privathaushalten leben und mindestens 14 Jahre alt sind, im Auftrag des Bundesinstituts telefonisch interviewt.

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