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Ein Kratzen im Hals, Glieder- und Kopfschmerzen, gefolgt von Schnupfen und Husten: Vor allem in der kälteren Jahreszeit plagen sich viele Menschen mit grippalen Infekten. Zwar ist so ein Infekt in der Regel ungefährlich, doch das Wohlbefinden leidet enorm. Daher sollte man auch die Behandlung von typischen Erkältungssymptomen nicht auf die lange Bank schieben, sondern möglichst bei den ersten Anzeichen angehen. Arzneitees auf Kräuterbasis können Linderung bringen.

„Wenn man spürt, dass sich eine Erkältung anbahnt, sollte man sich vor allem schonen“, erklärt die Gesundheitsexpertin Katja Schneider von der Verbraucherplattform ratgeberzentrale. de. Sport, der Herz und Kreislauf belastet, sei tabu. Neben Schonung ist es wichtig, bei Erkältungen viel zu trinken – empfehlenswert sind etwa zwei Liter pro Tag. Insbesondere warme Flüssigkeit hilft, die Schleimhäute der oberen Atemwege zu befeuchten. Dann kann auch die Abwehr von Krankheitserregern ihre Aufgaben besser erfüllen.

Neben Wasser haben sich Arzneitees aus der Apotheke bewährt. Zum einen versorgen sie den Körper mit Flüssigkeit, zum anderen haben die Heilkräuter spezifische Wirkungen auf Symptome einer Erkältung. Aufgegossene Tees sollten daher zum Ziehen zugedeckt werden. So bleiben die ätherischen Öle erhalten.

Holunderblüten etwa wirken schweißtreibend und schleimlösend, ein Arzneitee mit Salbeiblättern eignet sich zum Trinken und Spülen oder Gurgeln bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Wer bei fieberhaften Erkältungskrankheiten Schwitzkuren machen möchte, kann zu Mischungen aus Holunder- und Lindenblüten sowie Thymiankraut greifen.

Die einzelnen Bestandteile der Arzneitees sind genau aufeinander abgestimmt. Auch andere Kräuter wie Kamillenblüten, Eibischblätter oder Spitzwegerichkraut haben sich bei Erkältungen bewährt. Ein Arzneitee sollte immer nur für den empfohlenen Zeitraum und nach Zubereitungsempfehlung getrunken werden. Denn im Gegensatz zu Kräutertees ist der Wirkgehalt der Heilkräuter deutlich höher. Daher sollte auch auf die Kennzeichnung als Arzneimittel oder Arzneitee geachtet werden, raten Verbraucherschutzzentralen. Anders als reguläre Kräutertees unterliegen Arzneitees dem Arzneimittelgesetz. Für die darin enthaltenen Heilpflanzen gibt es zumindest Qualitätsstandards. Zusätzliche Nasenspülungen mit Kochsalzlösungen, tägliches Inhalieren und genügend Schlaf und Ruhe können ebenfalls dazu beitragen, wieder schneller auf die Beine zu kommen.

Krankheitsrisiko gering halten

Niemand ist vor einer Erkältung gefeit. Im Schnitt ist jeder Erwachsene zwei- bis dreimal im Jahr erkältet, Kinder im Vorschulalter noch viel häufiger.

Um das Erkrankungsrisiko gering zu halten, kann man jedoch einiges tun. So stärkt regelmäßige Bewegung die Abwehrkräfte. Auch auf eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse sollte geachtet werden.

Das Immunsystem benötigt sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Spurenelemente. Wechselduschen, Saunabesuche und Kneipp-Anwendungen können abhärten.

Häufiges Händewaschen mit warmem Wasser und Seife hält Krankheitskeime der Erkältung in aller Regel fern. Sollten andere Menschen erkältet sein, kann in dieser Zeit ein wenig Abstand sinnvoll sein.

Hafer stärkt Immunsystem

Mit Zink, Eisen und Kupfer gegen grippale Infekte

In der kalten Jahreszeit steigt der Nährstoffbedarf des Immunsystems, damit es Erkältungsviren abwehren kann. Ein funktionierendes Herz-Kreislauf-System und eine gesunde Darmflora stärken ebenfalls das Abwehrsystem. Hafer als Arzneipflanze des Jahres kann durch seine Nährstoffe viel zur Vorbeugung gegen Erkältungen beitragen.

In der kalten Jahreszeit sind Zink, Eisen, Kupfer, Vitamin C und Proteine wichtig. Eine Portion von 40 Gramm Haferflocken deckt die Referenzmenge für die tägliche Aufnahme der meisten dieser Nährstoffe bereits bis zu einem Fünftel.

Zink stimuliert das Immunsystem und unterstützt die Schutzfunktion der antioxidativ wirkenden Substanzen. Eisen ist relevant für die Blutbildung und den Transport von Sauerstoff im Blut. Um seine Blutbildungsfunktion auszuüben, ist für Eisen auch das Spurenelement Kupfer wichtig, das für den Transport sorgt und darüber hinaus vor freien Radikalen schützt.

Damit das pflanzliche Eisen des Hafers gut vom Organismus verwertet werden kann, ist es laut dem Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft (VGMS) hilfreich, gleichzeitig Vitamin C und Proteine aufzunehmen. Bereits das pflanzliche Hafer-Protein kann mit einem hohen Anteil essenzieller Aminosäuren effizient vom Körper genutzt werden. Die Müsli-Kombination von Haferflocken mit Milch oder Joghurt und Vitamin-C-haltigen Früchten wie Beeren oder Orangen ergänzt das Nährstoffprofil zusätzlich.

Bei der Abwehr von freien Radikalen, die Zellen und Immunsystem schädigen und Entzündungen auslösen können, unterstützen auch haferspezifische sekundäre Pflanzenstoffe. Sie können die Oxidation von schädigenden Ablagerungen in den Blutgefäßen unterbinden.

Der lösliche Ballaststoff Hafer-Beta-Glucan wirkt auf Blutgefäße und Herz-Kreislauf-System, indem er Cholesterin- und Blutzuckerspiegel im Lot hält. Darüber hinaus trägt Beta-Glucan mit einem prebiotischen Effekt zu einer gesunden Darmflora, der sogenannten Mikrobiota, bei.
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