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Eine erhöhte Basen-Konzentration im Blut kann Osteoporose verbeugen oder aber einen weiteren Fortschritt der Krankheit eindämmen. Verschiebt sich das Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers in Richtung „sauer“, wird wie bei der Osteoporose verstärkt Knochenmasse abgebaut, zeigte kürzlich eine US-Studie.

Denn um die Säuren zu neutralisieren, löst der Körper Calcium aus den Knochen. Dadurch steigt das Risiko für brüchige Knochen wie bei der auch Knochenschwund genannten Krankheit. Umgekehrt gilt demnach: Je basischer das Blut, desto stabiler die Knochen.

6,3 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Osteoporose

6,3 Millionen Menschen leiden heute in Deutschland an Osteoporose. Jede vierte Frau über 50 Jahren ist betroffen und jeder 17. Mann. Jedes Jahr erkranken rund 885 000 Menschen neu an der weit verbreiteten Krankheit. Nur 25 Prozent der Erkrankten werden laut dem Biotechnologie-Unternehmen Amgen in Deutschland medikamentös behandelt. Zum Vergleich: In Frankreich erhalten demnach fast 60 Prozent der Erkrankten, in Spanien über 80 Prozent eine Osteoporose-Therapie. Diagnose- sowie Behandlungsmöglichkeiten werden in Deutschland nicht ausreichend genutzt, haben Experten auch kürzlich anlässlich des Welt-Osteoporose-Tags gewarnt.

Als mögliche Prävention und auch um die Folgen zu lindern, empfehlen Wissenschaftler, nicht nur auf ausreichend Calcium, sondern auch auf genug basenbildende Lebensmittel zu achten. Das sind vor allem Gemüse und Obst sowie hydrogencarbonatreiche Heilwässer. Hydrogencarbonat wirkt stark basisch und wird auch vom Körper selbst als wichtigster Säurepuffer genutzt. Mithilfe von Hydrogencarbonat werden überschüssige Säuren im Körper neutralisiert und die Knochen vor einem Raubbau an dem wichtigen Knochenmineral Calcium geschützt.

Die bei uns vielfach noch übliche Ernährung mit viel Fleisch kann das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper dagegen stören und zu einer latenten Übersäuerung führen. Mehrere Untersuchungen deuteten bereits darauf hin, dass der Säure-Basen-Haushalt die Stabilität unserer Knochen beeinflusst.

Die US-Studie untersuchte dies an über 2000 älteren Menschen und stellte fest: Bewegt sich der Blut-pH-Wert nur leicht in Richtung „sauer“, wurde vermehrt Knochenmasse abgebaut. Bei älteren Menschen mit einem eher basischen Blut-pH-Wert maßen sie dagegen eine höhere Knochendichte. Schlussfolgerung: Wer mehr Basen-bildende Lebensmittel isst, kann seine Knochen nicht nur im Alter besser schützen.

Eiweißreiche tierische Lebensmittel wie Fleisch, Fisch und Käse, aber auch Getreideprodukte wie Brot und Nudeln bilden beim Abbau im Körper dagegen viele Säuren.

Unser Körper braucht ein ausgewogenes Säure-Basen-Verhältnis, damit der Stoffwechsel optimal funktioniert. Um das zu gewährleisten, muss er überschüssige Säuren abpuffern. Steht kein Hydrogencarbonat zur Verfügung, löst er basische Calciumsalze aus den Knochen, um sie zu neutralisieren. Der Verlust von Calcium verringert die Stabilität der Knochen.

Für eine stabile Knochensubstanz kann man in jedem Alter etwas tun. Eine französische Studie mit 150 Frauen um die 70 ergab: Wer jeden Tag einen Liter calciumreiches Wasser trinkt, kann den Knochenabbau im Alter deutlich bremsen. Schon 100 Milligramm Calcium zusätzlich pro Tag erhöhen die Knochendichte messbar, wie eine weitere Studie an über 4400 älteren Frauen ergab. Danach kann eine Frau, die täglich einen Liter Wasser mit 400 Milligramm Calcium trinkt, ihre Knochen praktisch um sieben Jahre verjüngen.

Ebenfalls von Fachleuten empfohlen ist viel Bewegung, mindestens eine halbe Stunde pro Tag. Entsprechende Kurse werden auch von Sozialverbänden sowie in Fitnessstudios angeboten und zum Teil von den Krankenkassen finanziell unterstützt. Geraten wird auch zu Spaziergängen im Freien, um Licht zu tanken. Denn Vitamin D hilft beim Einlagern von Calcium im Knochen. Es wird durch Sonnenlicht in der Haut gebildet. 

Das Risiko für Knochenbrüche steigt 

Mit Osteoporose steigt das Risiko für Knochenbrüche. Am häufigsten sind dabei Hüft-, Wirbel- und Handgelenksfrakturen. Die Mobilität und Lebensqualität wird im Laufe der Krankheit stark beeinträchtigt.

Zudem heilen die Brüche schlecht, weil die porös gewordenen Knochen nur langsam wieder zusammenwachsen.

In einer entsprechenden Studie erlitten über 50 Prozent der an Osteoporose leidenden Teilnehmer innerhalb des dreijährigen Beobachtungszeitraums einen Knochenbruch, viele hatten Mehrfachfrakturen.

Ziel der Osteoporose-Therapie ist es, dem eintretenden Knochenschwund entgegenzuwirken. Dazu wird in aller Regel versucht, das natürliche Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und -abbau mit verschiedenen Methoden wiederherzustellen.

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