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Von Ute Sommer 

In diesem Punkt sind die Männer im „Wettbewerb der Geschlechter“ ins Hintertreffen geraten: Sie gehen viel seltener zur Krebsfrüherkennung als die Frauen. Leider. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse TK nahmen im vergangenen Jahr gerade mal 28 Prozent der männlichen Versicherten in Brandenburg solche Untersuchungen in Anspruch. Damit sind die Märker zwar immer noch besser als der Bundesdurchschnitt, der bei 27 Prozent liegt. Aber von den Frauen, die bei der TK versichert sind, nutzten fast 62 Prozent die Chance zur Vorsorge.

25 Prozent der versicherten Männer gehen laut AOK Nordost zur Prostatafrüherkennung

Die Idee ist klar: Je eher ein Arzt eine Krankheit diagnostizieren kann, desto größer sind zumeist auch die Heilungschancen. Den Menschen, die beispielsweise eine Fehldiagnose fürchten oder eine eventuelle Übertherapie, empfiehlt die Techniker Krankenkasse, das Thema Früherkennung dennoch nicht einfach zu ignorieren. Sie sollten sich bewusst damit auseinandersetzen und das Pro und Contra individuell abwägen. Daher sei es wichtig, sich über die Angebote, deren Vor- und Nachteile zu informieren.

Regelmäßige Gesundheitschecks entlarven krankhafte Veränderungen des Darms. FOTO: FOTOLILA
Regelmäßige Gesundheitschecks entlarven krankhafte Veränderungen des Darms. 
FOTO: FOTOLILA
Die Krankenkassen in Brandenburg bieten ihren Versicherten zahlreiche Gesundheitschecks zur Krebsfrüherkennung an. Beispiel Prostatakrebs. Er ist die häufigste Krebserkrankung beim Mann. Laut AOK Nordost erkranken im Jahr rund 64 000 Männer neu daran. Bis zu 12 000 Todesfälle gehen auf ein Prostatakarzinom zurück. Für Erkrankungen wie diese gibt es bestimmte Faktoren, die das Risiko erhöhen. Dazu gehören das Alter und eine eventuelle familiäre Veranlagung, so die Einschätzung von Experten der AOK Nordost. Aber auch das spielt eine Rolle: Männer leben im Durchschnitt ungesünder als Frauen, verzehren doppelt so viel Fleisch und trinken mehr Alkohol. So erleiden sie auch doppelt so oft Herzinfarkte.

Die AOK Nordost hat schon vor einiger Zeit eine Aufklärungskampagne speziell für Männer gestartet. Sie wird von Prominenten wie dem ehemaligen Profifußballer Jimmy Hartwig unterstützt, der als junger Mann an Prostatakrebs erkrankt war. „Ob ich gesund bin, kann ich nur erfahren, wenn ich mich untersuchen lasse und Präventionsangebote wahrnehme“, betont Jimmy Hartwig. Laut AOK Nordost nimmt nur etwa jeder vierte Mann die gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen wie die Früherkennung von Prostatakrebs wahr. Erst im Alter – ab dem 60. Lebensjahr – steigt der Anteil der Vorsorge-Nutzer. Es sind dann immerhin rund 42 Prozent.

Vorsorge ist auch in Sachen Hautkrebs möglich. Beim sogenannten Hautkrebs-Screening wird die Haut auf auffällige Veränderungen untersucht. Oder die Früherkennung von Darmkrebs. Dafür gibt es die Möglichkeit der regelmäßigen Analyse auf nicht sichtbares Blut im Stuhl. Das wird mithilfe eines Schnelltests überprüft. In größeren Abständen kann der Check per Darmspiegelung – die sogenannte Koloskopie – genutzt werden.

Versicherte sollten sich bei ihrer Krankenkasse erkundigen, welche Leistungen ihnen in welchem Umfang und ab welchem Alter zur Auswahl stehen.
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