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Ratgeber
Was dem einen ein schicker Wagen, ist der anderen ein edles Schmuckstück. Einig sind sich die meisten jedoch in dem Wunsch, einen eigenen Garten haben zu wollen. Vor allem bei jungen Familien steht das Eigenheim mit Garten ganz oben auf der Wunschliste. Nach Angaben des Portals Statistika verfügen 21 Prozent der Hausbesitzer über einen mehr als 500 Quadratmeter großen Garten, 27 Prozent liegen bei 300 bis 500 Quadratmetern und 33 Prozent haben immerhin noch bis zu 300 Quadratmeter Gartenfläche.

Die Menschen wollen in ihren Gärten eine Vielzahl an Nutzungen realisieren: Der Garten ist Wohn- und Lebensraum, beliebter Ort für Einladungen und Feste, Spielplatz und erster Naturerfahrungsraum der Kinder und seit einigen Jahren immer öfter auch wieder Nutzgarten. Gemüse und Obst aus eigener Erzeugung decken zwar nur bei den wenigsten den Bedarf der Familie, aber die leckersten Gerichte kommen natürlich von der eigenen Scholle.

Frisch vom Strauch genaschte Himbeeren, Johannisbeeren oder später dann vom eigenen Baum geerntete Äpfel, Birnen oder Pflaumen sind nicht nur ein Genuss, sondern machen mächtig stolz. Was Gartenbesitzer besonders schätzen, ist die Möglichkeit, Obstsorten pflanzen zu können, deren Früchte sie im Supermarkt nicht kaufen können Baumschulen bieten eine große Sortenvielfalt, darunter auch alte und seltene Sorten. Obstgehölze bieten aber weit mehr als „nur“ essbare Früchte: Apfel- und Birnbäume haben schon mit ihrer Blüte im Frühjahr einen ersten großen Auftritt im Garten und sind dann mit den während des Sommers heranwachsenden Früchten und schließlich mit ihrem Herbstlaub immer wieder neu attraktiv.

Jetzt beginnt die Zeit, in der man sich abends am liebsten im Garten erholt und das Grün draußen genießt. Ob im Büro oder in der Werkhalle – die meisten verbringen ihren Arbeitstag in geschlossenen Räumen und das ist gerade im Sommer nicht immer ein reines Vergnügen. Wer dann nach dem Heimweg in vollen Zügen oder auf staureichen Straßen endlich zu Hause ankommt, freut sich auf den ganz eigenen Rhythmus und die Freiheit im eigenen Garten. Hier ticken die Uhren anders, herrlich ist es, an lauen Sommerabenden auf der Terrasse gemeinsam zu Abend zu essen oder auch sich gemütlich mit einem Buch in den Schatten eines Baumes zurückzuziehen.

Baumschulen empfehlen ihren Kunden, bei der Auswahl der Gartenpflanzen speziell an das abendliche Gartenerleben zu denken. Vor allem in der Nähe der Sitzplätze lohnt es, besondere Gehölze und Stauden zu pflanzen. In Frage kommen dafür zum Beispiel Pflanzen mit hellen Blüten und duftende Pflanzen wie Lavendel, Minze oder Thymian. Auch größere Gehölze wie der Sommerflieder (Philadelphus) oder der Gewürzstrauch (Calycanthus floridus) und natürlich Rosen sind beliebte Terrassenbegleiter.

Ein abwechslungsreich bepflanzter Garten bietet außerdem Nahrung und Lebensraum für Insekten und Vögel. Das abendliche Pfeifkonzert ist der Dank der Natur. Die verschiedensten Farben und Formen der Blätter, unterschiedliche Blütezeiten, Farben und Düfte der Blüten und eine breite Vielfalt an Früchten lassen der individuellen Kreativität großen Freiraum. In Baumschulen und Fachgartencentern gibt es sogar jetzt im Sommer noch eine große Auswahl an geeigneten Sträuchern und Bäumen für den Ziergarten. Die Pflanzen stehen in Töpfen und können ganzjährig gepflanzt werden – gutes Angießen ist jetzt allerdings besonders wichtig. Die Baumschulgärtner geben gerne und ausführlich Auskunft und beraten auch in individuellen Gartenfragen.

Niedlich, aber nervig

So vergraulen Sie den Maulwurf aus dem Garten

Der Maulwurf ist zwar niedlich, bei Gärtnern ist er dennoch ein unliebsamer Gast.  FOTO: FOTOLIA
Der Maulwurf ist zwar niedlich, bei Gärtnern ist er dennoch ein unliebsamer Gast.  FOTO: FOTOLIA
Sie ruinieren den Rasen und treiben Hobbygärtner zur Verzweiflung: Maulwürfe hinterlassen aber nicht nur die verhassten Hügel auf der sorgsam gepflegten Grünfläche, sondern sie sind auch durchaus nützlich. Deshalb lautet die Devise: vertreiben statt bekämpfen. Außerdem stehen Maulwürfe unter Naturschutz. Wer Erdhügel auf dem Rasen nicht mag, kann das kleine Pelztier mit sanften Methoden vergraulen.

1. Tipp: Buttermilch stinkt dem Buddelflink
Maulwürfe haben einen empfindlichen Geruchssinn. Stoßen sie auf Düfte, die sie nicht mögen, meiden sie den Bereich. Lassen Sie Buttermilch ein paar Tage vergären und schütten Sie diese in einen der Tunnel.

2. Tipp: Kinder einfach toben lassen
Die kleinen Säugetiere sind sehr lärmempfindlich. Laute Geräusche vertreiben die schwarzen Pelztiere. Stecken Sie eine leere Flasche mit der Öffnung nach oben in einen der Maulwurfhügel. Der Wind, der über den Flaschenhals streicht, verursacht ein für den Maulwurf unangenehmes Geräusch, sodass er die Flucht antritt. Elektronische Geräte aus dem Baumarkt, die in die Erde gesteckt werden und einen Ton in einer hohen Frequenz aussenden, führen meist nicht zum Erfolg.

3. Tipp: Hinter Gitter bringen
Beugen Sie vor: Wenn Sie ihren Rasen neu anlegen, kann eine horizontale Maulwurfssperre die Besiedelung Ihres Gartens verhindern. Dazu wird ein Vlies, ein Kaninchendraht oder ein spezielles Gitter in einer Tiefe von 20 Zentimetern verlegt. Auf die Konstruktion kommt Mutterboden und anschließend kann der Rasen gesät oder ausgerollt werden. Der Maulwurf kann so zwar unter der Erde buddeln, aber keine Haufen mehr aufwerfen.

4. Tipp: Einfach freuen
Einen Maulwurf im Garten zu haben ist ein gutes Zeichen, denn die Tiere fühlen sich nur dort wohl, wo die Erde fruchtbar ist und sie eine Menge Nahrung finden. Die kleinen Säugetiere fressen nämlich mit Vorliebe Schädlinge, die sich gerne an Pflanzenwurzeln vergreifen. Die lockere Erde des Maulwurfhügels eignet sich übrigens gut als Aufzuchterde für Topfpflanzen, denn sie enthält weniger Krankheitserreger.

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